Kanton SG: Startschuss zur «IT-Bildungsoffensive»

Der Entscheid zu dieser Bildungsoffensive wurde zwar schon Ende 2016 gefällt, in den nächsten zwei bis drei Monaten soll die Lösung aber auf dem Tisch liegen – und das St.Galler Stimmvolk darüber entscheiden.

Die Regierung des Kantons St.Gallen hat dem Bildungsdepartement den Projektauftrag für eine IT-Bildungsoffensive erteilt. Ziel ist ein gesondert finanzierter Kredit in Millionenhöhe für Massnahmen auf allen Schulstufen zur Unterstützung von Wirtschaft und Gesellschaft im Hinblick auf Chancen und Herausforderungen der rasch fortschreitenden Digitalisierung.

Die Massnahmen der IT-Bildungsoffensive sollen nach einem Ja der Stimmbürgerinnen und -bürger ab dem Schuljahr 2018/19 greifen.

Im April dieses Jahres hatten die SVP-Fraktion, die CVP-EVP-Fraktion und die FDP-Fraktion eine Motion für eine IT-Bildungsoffensive eingereicht, die in der Septembersession 2016 des Kantonsrates ohne Gegenstimmen gutgeheissen wurde. Damit wurde die Regierung eingeladen, dem Kantonsrat eine Vorlage für die gesonderte Finanzierung einer IT-Bildungsoffensive zu unterbreiten. Ziel der IT-Bildungsoffensive ist es gemäss Motion, Wirtschaft und Gesellschaft im Hinblick auf die sich stellenden Herausforderungen bei der rasch fortschreitenden Digitalisierung zu unterstützen. Am 25. Oktober 2016 hat nun die Regierung den entsprechenden Projektauftrag «IT-Bildungsoffensive – Finanzierung und Massnahmen» erteilt. Federführend ist das Bildungsdepartement. An der Projektsteuerung sind das Finanzdepartement und das Volkswirtschaftsdepartement beteiligt.

Unterstützung auf allen Schulstufen

Auf dem Fundament der bewährten Bildungsaufträge und Schulleitbilder wird es verstärkt zur Aufgabe der Lehrpersonen und Dozierenden, die jungen Menschen zu flexibel-kreativen, kommunikativ-kooperativen und mit breitem Horizont kritisch denkenden Persönlichkeiten entwickeln zu lassen. Die heranwachsende Generation soll in der sich digitalisierenden Welt, die das Wirtschafts- und Erwerbsleben, aber auch die weiteren Lebensbereiche rasch und tiefgreifend umformt, bestmöglich bestehen und die Chancen nutzen können. Angesprochen sind alle Bereiche der Bildung, von der Aus- und Weiterbildung der Lehrenden über die Fachbereiche und Studiengänge der Schulen, die Lehrmittel der Schülerinnen und Schüler und die Methodik der Studierenden bis hin zu den Infrastrukturen und Einrichtungen der Schulen. Die IT-Bildungsoffensive soll auf allen Schulstufen Innovationen priorisiert und nachhaltig-wirksam unterstützen.

Umsetzung in zwei Teilprojekten

Es sind zwei Teilprojekte vorgesehen. Das Teilprojekt «Kreditbeschaffung» unter der Leitung von Bernhard Thöny, Leiter Finanzen und Informatik im Bildungsdepartement, klärt die rechtlichen und finanziellen Fragen der Kreditbeschaffung. Im Teilprojekt «Kreditverwendung» werden die möglichen kreditnutzenden Massnahmen, deren Kostenfolgen und eine mögliche Umsetzungsplanung erarbeitet. Das Bildungsdepartement hat für diese Teilprojektleitung Remo Daguati, LOC Consulting und vormaliger Leiter des Amtes für Wirtschaft, St.Gallen, engagiert. Basis für die Erarbeitung von Massnahmenvorschlägen zur Kreditverwendung sind Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Anspruchsgruppen aus Wirtschaft, Bildung, Verwaltung und Verbänden.

Massnahmen ab Schuljahr 2018/19

In einem ersten Meilenstein der Projektarbeit wird die Regierung im März 2017 einen Zwischenbericht beraten und die Weichen für Volumen, Dauer und Form sowie inhaltliche Stossrichtung der IT-Bildungsoffensive stellen. Die Zuleitung des Geschäftes an den Kantonsrat ist für Mai 2017 geplant. Der Kredit wird eine Volksabstimmung nötig machen. Die Massnahmen der IT-Bildungsoffensive sollen ab dem Schuljahr 2018/2019 greifen.

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