CORONA beeinflusst Datenschutz

Es mutet ein wenig seltsam an, dass die Corona-Krise dazu führt, dass Datenschützer die Anforderungen an elektronische Plattformen nach unten korrigieren.

Danny Frischknecht | Privatim

Während in normalen Zeiten Plattformen wie Google oder iCloud von Apple als nicht datenschutzkonform beurteilt werden mussten und Offie 365 von Micrososft sehr kritisch beäugt wurde, werden diese Bedenken plötzlich stark aufgeweicht; der Apple School Manager wird plötzlich als konform bezeichnet, bei verschiedenen Online-Tools gibt es quasi eine „Corona-Toleranz“.
Für mich erstaunlich, dass das Ganze unter dem Privatim-Label veröffentlicht wird, die Unterlagen aber vom Zürcher Datenschützer stammen – der immerhin landesweit als Spezialist in diesem Bereich anerkannt ist.

Bleibt zu hoffen, dass Schulen, welche sich jetzt auf diesen Plattformen organisieren, sich nach der Krise auch die Zeit nehmen, sich neu zu formieren und endlich das zu tun, was datenrechtlich am relevantesten ist; eine Datenklassifizierung erstellen, welche analog und digital klärt, welche Daten wo hin gehören. Und dazu gehört dann auch die Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Eine Liste der Online-Tools mit Beurteilung ihrer Einsatzmöglichkeiten findet sich hier:

https://dsb.zh.ch/internet/datenschutzbeauftragter/de/themen/digitale-zusammenarbeit.html

Weitere Informationen zur Datensicherheit finden sich hier:

https://dsb.zh.ch/internet/datenschutzbeauftragter/de/themen/organisation_und_technik/konzept_informationssicherheit/volksschule.html